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Ob man im Erwachsenenalter eher arm oder eher reich ist, hängt meistens davon ab, ob man in einem armen oder reichen Umfeld aufgewachsen ist.

Aber es gibt wohl noch einen weiteren Faktor - und zwar Freundschaften. Das legt eine große Studie aus den USA nahe. Für die Untersuchung haben sich Forschende die Facebook-Verbindungen von 72 Millionen Menschen zwischen 25 und 44 Jahren angeschaut und diese Daten mit Zahlen aus dem US-Zensus und Steuerdaten zusammengebracht.

Dabei zeigte sich, dass arme Kinder, die mit vielen wohlhabenden Kindern befreundet waren, als Erwachsene im Schnitt 20 Prozent mehr verdienten als arme Kinder ohne reiche Freunde. Diese Freundschaften hatten sogar einen größeren Einfluss auf das Einkommen als die wirtschaftliche Situation der Eltern oder die Qualität der Schulbildung.

Forschung soll bei Armutsbekämpfung helfen

Einer der Studienautoren sagt, dass die sozialen Netzwerke, in denen wir aufwachsen darüber bestimmen, welche Jobangebote, Informationen und Verhaltensnormen wir vermittelt bekommen. Deshalb hänge auch der soziale und wirtschaftliche Status mit dem Freundeskreis zusammen.

Die Forschenden hoffen, dass ihre Ergebnisse zur Armutsbekämpfung in den USA beitragen kann, indem die Politik schichtübergreifende Verbindungen fördert, zum Beispiel durch mehr soziale Durchmischung in Wohngebieten.