Der Streit um den Camembert-Käse in Frankreich geht weiter.

Eigentlich hatte es im Februar einen Kompromiss gegeben, zwischen den traditionellen Herstellern, die mit nicht-pasteurisierter Milch aus der Normandie arbeiten, und den industriellen Herstellern. 2021 sollte eine neue Regelung in Kraft treten. Im Kern geht es um die Frage, wer das Label für regional geschützte Produkte (AOP) verwenden darf, was also der echte Camembert aus der Normandie eigentlich ist.

Doch offenbar wollen sich die Camembert-Puristen nicht mehr an den Waffenstillstand halten. Der britische Telegraph berichtet, dass sie befürchten, dass der Käse-Markt von industriellen Produzenten überschwemmt wird, mit etwa 60.000 Tonnen pro Jahr. Traditioneller, nicht pasteurisierter Camembert, droht zu verschwinden, sagen sie.

Der Streit in Frankreich dauert schon rund 20 Jahre. Dabei geht es nicht nur um die Frage Rohmilch oder nicht, sondern auch darum, wie viel Milch wirklich aus der Normandie kommen muss.