Belgien ist weltweit bekannt für seine Fritten.

Bei den Exporten nach Kolumbien gibt es aber im Moment Probleme: Das südamerikanische Land hat vor gut einer Woche entschieden, Strafzölle auf Tiefkühl-Pommes aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden zu erheben. Der Grund: Sie seien von der EU subventioniert - und machten deshalb die Preise für kolumbianische Anbieter kaputt.

Laut dem kolumbianischen Agrarminister müssen deshalb 74 Prozent der Importe zu Preisen eingeführt werden, die denen kolumbianischer Anbieter entsprechen.

Für Belgien ist das Preis-Dumping. Der belgische Handelsminister hat deswegen Unterstützung von der EU-Kommission und der Welthandelsorganisation gefordert.

Laut dem belgischen Kartoffelverband Belgapom ist Kolumbien das dritte Land nach Südafrika und Brasilien, das solche Maßnahmen beschließt. Das könne für die Branche langfristig schwerwiegende Folgen haben.

Nach Zahlen von Belgapom hat sich die Produktion von belgischen Kartoffelprodukten zwischen 1990 und 2017 mehr als verneunfacht: von 500.000 Tonnen auf 4,6 Millionen Tonnen. 90 Prozent davon gehen demnach in den Export.