Jurazeit dauert möglicherweise 5 Millionen Jahre länger
Geologen müssen bei ihrer Zeitrechnung möglicherweise umdenken.
Nach Ansicht von Wissenschaftlern der Universität Buenos Aires könnte die Jurazeit fünf Millionen Jahre länger gedauert haben als bisher gedacht. Darauf kamen sie durch die Analyse einer Fossilschicht aus den Anden. Die Forscher fanden darin Versteinerungen von Ammoniten - das sind ausgestorbene Kopffüßler. Außerdem waren Fossilien einer bestimmten Planktonart enthalten. Beides gilt als Anzeichen für den Übergang in die Kreidezeit.
Die Geologen schreiben in einer Fachzeitschrift ("Gondwana Research"), dass der Fund zwei Schlussfolgerungen zulässt. Nach der ersten ging die Jurazeit erst vor 140 Millionen Jahren zuende, dauerte also länger. Wenn sich das bestätigt, müssten geologische Zeittabellen geändert werden, auch in Schulbüchern weltweit. Diese Variante halten die Forscher für am wahrscheinlichsten. Auch immerhin möglich: die Fossilschicht ist der Kreidezeit zuzuordnen, die auf die Jurazeit folgt.
Der Abstract der Publikation ist [hier http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1342937X13002323] nachzulesen
