Ein riesiges Erdbeben, das Los Angeles trifft - das zeigen einige Katastrophenfilme.

Und jetzt sagt ein US-Forschungsteam: Die Gefahr für ein Starkbeben in Südkalifornien ist unheimlich gestiegen. Zu diesem Schluss kommen die Forschenden im Fachmagazin JGR Solid Earth, nachdem sie Erdbebendaten für die Region ausgewertet haben, die tausend Jahre zurückreichen. Diese Daten haben sie in einem Modell dreidimensional durchgespielt.

Dabei kam raus, dass sich heute im Untergrund in Südkalifornien mehr tektonische Spannung aufgestaut hat als jemals zuvor in den vergangenen tausend Jahren. Denn in dem Gebiet rund um Los Angeles treffen mehrere Erdplatten aufeinander. Und vor allem entlang der San-Andreas-Verwerfung und der San-Jacinto-Verwerfung baut sich Spannung auf. Die wird dann erst freigesetzt, wenn Gestein nachgibt und bricht - und dann gibt's ein Erdbeben.

Wann genau es soweit ist, können die Forschenden nicht sagen. Aber in der Vergangenheit gab es dort etwa alle hundert Jahre ein Erdbeben - und das letzte ist jetzt schon fast 170 Jahre her.

Ein Erdbeben in Südkalifornien könnte noch stärker werden, je nachdem ob ein sogenanntes "Erdbebentor" am Cajon-Pass eine Art seismologische Verbindung zwischen beiden Verwerfungen herstellt oder nicht. Ein gemeinsames Erdbeben der San-Andreas- und der San-Jacinto-Verwerfung wäre viel stärker und mit schlimmeren Folgen, denn dann wären viel mehr Menschen betroffen und auch wichtige Autobahnen, Eisenbahnstrecken und Energieinfrastruktur.