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Wenn Gletscher schmelzen, entstehen an ihrer Oberfläche oft Tümpel und Seen.

Bliebe das Wasser da, wäre das allein noch kein Problem. Ein US-Forschungsteam hat mithilfe von Drohnen und Sensoren aber jetzt verfolgt, wie schnell sich solche Seen entleeren können - durch den Druck des Wassers und Risse im Eis. Die Forschenden beschreiben im Fachmagazin PNAS ihre Beobachtungen an einem Gletscher in Grönland. Dort entstand durch einen Schmelzwasser-See ein regelrechter Wasserfall: In fünf Stunden stürzten knapp fünf Millionen Liter Wasser bis an die Basis des Gletschers.

Die Forschenden befürchten, dass solche Ereignisse die großen Eismassen stärker destabilisieren als bisher angenommen: Sie erzeugen demnach neue Risse, durch die weiteres Wasser entweichen kann.

Das Schmelzen großer Eismassen weltweit gilt als eine besonders gravierende Folge des Klimawandels. Denn es trägt zum Anstieg der Meeresspiegel bei.