Der Nationale Gesundheitsdienst in Großbritannien betrachtet die Krankenhäuser im Land nur bedingt als einen Ort zum Gesundwerden.

Das hat allerdings weniger mit medizinischer Praxis zu tun als mit den ungesunden Gelüsten vieler Patienten. Insbesondere das große Angebot zuckerhaltiger Getränke ist der Behörde ein Dorn im Auge. Sie hat deshalb die Einzelhändler, die Krankenhaus-Shops beliefern, aufgefordert, die Menge der Saft- und Limonaden-Lieferungen herunterzufahren. Ziel ist ein Anteil solcher Getränke in Klinik-Shops von höchstens zehn Prozent bis nächsten April. Allen, die nicht mitmachen, droht die britische Behörde mit einem Verbot. Die Maßnahmen sind Teil eines Gesundheitspaketes, mit dem nicht nur Fettleibigkeit bekämpft, sondern auch Zahngesundheit gefördert werden soll.

Einen kleinen Fortschritt in der Sache habe es bereits gegeben, sagt der Nationale Gesundheitsdienst. So seien viele Klinik-Shops der Aufforderung gefolgt, Sonderangebote auf süße Getränke und Fast Food abzuschaffen und für gesündere Alternativen zu sorgen.