Richtig gründlich Hände sauber machen geht wohl doch schneller als gedacht.

Ein Forschungsteam aus der Schweiz hat die Prozedur untersucht, wie sie Ärzte und Andere in Gesundheitsberufen mehrmals täglich machen müssen. Das Händedesinfizieren dauert - richtig gemacht - 30 Sekunden und besteht aus sechs Schritten. Dazu gehört zum Beispiel, nicht nur die Handflächen einzuschmieren, sondern auch die Daumen und Nägel nicht zu vergessen. Es ist so von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen, aber kaum einer hält sich wohl daran.

Die Forscher haben verschiedene Methoden mithilfe von Testpersonen durchprobiert. Das Ergebnis: 15 Sekunden reichen auch, egal ob mit sechs Schritten oder sogar nur mit drei. Im Labortest reichte das, um die Zahl der Bakterien auf der Hand deutlich zu senken.

Anne Tepper, Deutschlandfunk-Nova-Autorin
"Die Forschenden aus Basel haben eine Kurzversion entwickelt: Da muss man nur die Handflächen einreiben, dann die Daumen einseifen und die Fingerkuppen noch mal auf der Handfläche reiben. Da und zwischen den Fingern sitzen die meisten Bakterien."

Die Forscher sind aber noch aus einem anderen Grund der Meinung, dass das kürzere Hände säubern besser ist: Es ist wohl wahrscheinlich, dass es dann tatsächlich gemacht wird.

Die Ergebnisse der Forscher wurden auf dem European Congress of Clinical Microbiology vorgestellt. Eine erste Studie erschien im Fachmagazin Science.