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Wenn man Bock auf etwas hat, dann lernt man es auch besser.

Für diese Weisheit gibt es jetzt einen Beleg aus der Wissenschaft. Forschende, unter anderem der Neuropsychologie der Ruhr-Uni Bochum, haben einen Mechanismus im Gehirn entschlüsselt. Bei einem Versuch zeigte sich, dass Menschen sich Dinge besser einprägen, wenn sie die Kontrolle über eine Situation haben. Sie konnten sich auch später besser an das Erlernte erinnern. Es klappte also beides: Speichern und Abrufen.

Entscheidend dafür sind Hirnwellen aus einer Region des Gehirns, die für das Gedächtnis wichtig ist. Ähnliche Beobachtungen wurden schon bei Versuchen mit Mäusen gemacht. Jetzt ist klar: Beim Menschen gibt es diesen Mechanismus auch.

Die Forschenden sehen in ihren Ergebnissen eine Bestätigung dafür, dass Motivation und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, Schlüssel für effizientes Lernen sind. Außerdem könne man durch Manipulation der entsprechenden Hirnwellen Erinnerungen an traumatische Erlebnisse erträglicher machen. Oder Erinnerungen verstärken, die zum Beispiel durch eine Demenz verblasst sind.

Die Studie (derzeit noch nicht online) ist im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.