Kein Futter ohne Drogengeld - so kann man die Probleme des Tierparks Joya Grande in Honduras in Mittelamerika zusammenfassen.

Der Zoo wurde angeblich von dem berüchtigten honduranischen Kartell Cachiros gegründet. Inzwischen leidet er unter akuter Geldnot, weil viele reiche Drogenbosse ins Gefängnis gewandert sind. Es gab negative Schlagzeilen, beispielsweise wurden im vergangenen Jahr 200 Tiere beschlagnahmt wegen schlechter Haltungsbedingungen. Durch Demonstrationen gegen die Wiederwahl von Präsident Juan Orlando Hernández war vier Monate lang die Hauptzufahrtsstraße blockiert, dadurch sank die Besucherzahl deutlich. Die Zoodirektorin hofft jetzt, dass die Behörden dem Park Schulden erlassen. Immerhin: Das wird jetzt geprüft. Die Behörden in Honduras sagen, der Zoo sei nicht nur eine Touristenattraktion, sondern auch eine Bildungseinrichtung.

Der Name des Zoos Joya Grande bedeutet übersetzt "Großes Juwel". Er ist angeblich dem Anwesen des verstorbenen kolumbianischen Drogenbosses Pablo Escobar nachempfunden.