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Mitten in der Corona-Pandemie fängt in Indien das größte religiöse Fest der Welt an, die Kumbh Mela.

Vorletztes Jahr kamen mehr als 50 Millionen Menschen, über zwei Monate hinweg. Sie treffen sich beim Kumbh Mela am Fluss Ganges, um sich im Wasser von Sünden reinzuwaschen. Dieses Jahr haben die indischen Behörden dazu aufgerufen, zuhause zu bleiben oder wenigstens nur mit negativem Corona-Test zu kommen.

Mutter Ganges soll die Menschen schützen

Außerdem sollen die Besucher die Corona-Regeln befolgen. Laut Korrespondenten sind bisher tatsächlich weniger Menschen gekommen als sonst. Aber Masken trage kaum jemand. Der Organisator des Festivals erklärte, Mutter Ganges werde für die Sicherheit der Besucher sorgen.

Petition gegen das Fest scheiterte

Indien hat nach den USA die meisten Corona-Infektionsfälle weltweit - allerdings sterben dort deutlich weniger Menschen an der Krankheit. Mit einer Petition wollten Gegner des Festivals verhindern, dass es zu einem Superspreading Event kommt. Allerdings ohne Erfolg.

Das Fest basiert auf einem Mythos, wonach Götter und Dämonen um einen Krug (Kumbh) stritten, der mit Unsterblichkeitsnektar gefüllt war. Bei dem Streit fielen einige Tropfen an vier Orten auf die Erde: dort wird das Fest in bestimmten Abständen abgehalten.