Die verfeindeten Nachbarn Indien und Pakistan haben einen kleinen Schritt aufeinander zugemacht - mit einem kurzen Fußweg über die Grenze.

Beide Länder haben nach einem Bericht aus Indien in Zeremonien einen Korridor für Pilger über die Grenze eingeweiht. Der soll es Anhängern der Sikh-Religion aus Indien möglich machen, von einem Schrein auf indischer Seite zu einem Tempel in Pakistan zu pilgern. Dafür wurde ein 4,5 Kilometer langer Weg gebaut. Über den können Gläubige ohne Visum zu ihrem Heiligtum nach Pakistan laufen. Davor war es mit viel Bürokratie verbunden, eine Besuchserlaubnis für den Tempel zu bekommen.

Die Atommächte Indien und Pakistan sind seit Jahrzehnten verfeindet und haben schon drei Kriege gegeneinander geführt. Auch der Pilgerweg über die Grenze stand eine Zeit lang wegen eines Streits um Visagebühren auf der Kippe. Er wurde dann heute auch nicht von den Staatschefs beider Länder gemeinsam eingeweiht, sondern auf zwei Feiern getrennt voneinander.