Das Bundesjustizministerium will mehr Klarheit für Influencer schaffen, wann sie Werbung auf ihren Profilen kennzeichnen müssen.

Das Ministerium schrieb auf Twitter, dass einerseits Rechtssicherheit für die Influencer selbst geschaffen werden soll. Andererseits sollen dadurch auch andere Nutzer von Onlinemedien besser erkennen können, wenn jemand für seine Beiträge bezahlt wird. Gerd Billen, Staatssekretär im Justizministerium, sagte im ZDF, dass die Bundesregierung bis 2021 ein Gesetz dazu verabschieden will.

Influencer sind durch ihre hohe Zahl an Followern auch für das Marketing von Unternehmen interessant.

Hintergrund für den Vorstoß ist unter anderem der Fall von Cathy Hummels. Der Verband Sozialer Wettbewerb hatte die Ehefrau des Fußballers Mats Hummels unter dem Vorwurf der Schleichwerbung angezeigt, weil sie Unternehmen neben ihren Posts verlinkt hatte - zum Beispiel die Hersteller ihrer Kleidung. Hummels gewann das Verfahren, weil das Gericht keinen Beweis dafür sah, dass sie eine Gegenleistung für ihre Posts bekam.