2014 begann die IS-Terrormiliz im Nordirak, die Minderheit der Jesiden systematisch zu verfolgen. Heute werden noch immer mehr als 2.000 jesidische Frauen und Mädchen vermisst.

Darauf hat der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit zum sechsten Jahrestag des Genozids hingewiesen. Markus Grübel warnte davor, die Jesiden aus dem Blick zu verlieren. Während viele Familien allmählich aus Flüchtlingslagern in ihre Heimat zurückkehrten, seien die Dörfer oft noch vermint oder zerstört. Außerdem ließen sich die psychischen Wunden nicht so schnell heilen. Viele Jesidinnen und Jesiden müssten grausame Erlebnisse verarbeiten - Verschleppung, Versklavung und den Tod von Familienangehörigen.

Grübel rief dazu auf, die IS-Täter nicht davonkommen zu lassen und mehr für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen zu tun.