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Die 'Ndrangheta aus Kalabrien gilt als mächtigste und brutalste Mafia-Organisation in Italien. Heute startet einer der größten Prozesse gegen sie.

Angeklagt sind rund 350 mutmaßliche Mitglieder und Helfer der 'Ndrangheta. Ihnen wird unter anderem Mord, Drogenhandel und Erpressung vorgeworfen. Vielen drohen bei einer Verurteilung hohe Haftstrafen. Erwartet werden etwa 900 Zeugen, die bereit sind, das sogenannte Gesetz des Schweigens zu brechen. Unter ihnen sind auch ehemalige Mafia-Leute.

Die Justiz will Stärke zeigen

Fachleute sehen den Prozess als ein Signal des Staates. Sie sagen, dass die Justiz in Italien damit Stärke gegen die organisierte Kriminalität zeigen kann. Es wird damit gerechnet, dass das Verfahren bis zu zwei Jahre dauert.

Vor über einem Jahr hatten rund 2.500 Polizistinnen und Polizisten mehr als 300 Menschen festgenommen - darunter Juristen, Unternehmen und Politiker. Es war einer der größten Einsätze gegen die Mafia seit Jahrzehnten.