Essen beim Drive-In bestellen und dafür nicht mehr aus dem Auto aussteigen.

An diese Bequemlichkeit haben wir uns gewöhnt. Auch Beerdigungen könnten bald so ablaufen. In Japan gibt es jetzt das erste Drive-In für Bestattungen.

Hinterbliebene können einfach mit dem Wagen an die Trauerhalle heranfahren und ein Fenster öffnen, um dem Verstorbenen noch mal zu sehen. Anschließend werden per Knopfdruck an einem Computer auch Trauerrituale für den Besucher übernommen - wie etwa das in Japan übliche Anzünden einer Räucherkerze. Das Ganze wird von einer Kamera gefilmt und in den Raum übertragen, in dem die Trauergemeine Abschied nimmt.


Der Drive-In soll vor allem gehbehinderten und älteren Trauernden helfen. Und davon gibt es immer mehr. Denn die japanische Bevölkerung altert rapide. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung ist über 65 Jahre alt. Und Forscher sagen, der Anteil der Senioren steigt in den kommenden vierzig Jahren auf 40 Prozent.