Bei Katastrophen gehts erst mal um die Betroffenen - aber was brauchen Helfer und Helferinnen, um so einen Einsatz gut durchzuhalten?

Ein Team der japanischen Uni Hiroshima hat Daten der Menschen genutzt, die 2024 als Ersthelfer im Einsatz waren: beim Erdbeben auf der japanischen Halbinsel Noto, bei dem mindestens 260 Menschen starben. In der Studie ging es um die wichtigsten Faktoren für chronische Erschöpfung unter den Helfenden.

Während des Einsatzes hatte eine App die Gesundheit der Katastrophenschützer überwacht.

Bei der Auswertung der Daten kam heraus, dass Helfende besonders dann unter Erschöpfung litten, wenn ihre Aufgaben nicht klar waren oder es keine eindeutige Kommando-Struktur gab. Auch fehlende Pausen oder keine Zeit, sich ums eigene Essen zu kümmern, haben den Helfenden die Energie geraubt.

Das Studienteam sagt: Die Ergebnisse zeigen, dass schlechtes Management bei der Katastrophenhilfe die Helfenden genauso stark auslaugen kann wie physische Anstrengungen.