Im Süden von Kenia wird der Zucker knapp. Einige machen dafür die Regierung verantwortlich.

Laut der kenianischen Zeitung Daily Nation etwa verkaufen Supermärkte und Händler in Mombasa - der zweitgrößten Stadt im Land - ihren Zucker nur noch in geringen Mengen: Kunden dürften maximal zwei Ein-Kilo-Pakete kaufen. Teilweise gebe es deshalb Rangeleien. In den letzten drei Wochen sei außerdem der Zuckerpreis angestiegen.

Die Zeitung The Standard zitiert eine Ladenbesitzerin, die die Regierung kritisiert. Die habe mit ihrem scharfen Vorgehen gegen angeblich minderwertigen Import-Zucker den Mangel erst verursacht. Die Regierung wiederum begründet ihr Vorgehen mit dem Fund von gesundheitsschädlichem Zucker.

Behörden hatten Mitte Juni mitgeteilt, dass bei Razzien im Land illegal importierter Zucker beschlagnahmt wurde. Darin befanden sich laut kenianischem Innenministerium Schwermetalle.