Es gibt möglicherweise Hoffnung für abgestorbene Korallen.

Forschende der FU Berlin und der Uni Barcelona haben fast 250 Korallen-Kolonien im Mittelmeer beobachtet, seit 2002. Viele der Korallen dort waren 2003 bei einer Hitzewelle gestorben, weil sich das Wasser stark erwärmt hatte. Die Forschenden haben in ihrer Langzeitanalyse allerdings festgestellt, dass viele der Korallen doch nicht komplett abgestorben sind. Sie entdeckten kleine Polypen, also Nesseltiere, die die Basis für Korallen sind. Die schafften es über einen Zeitraum von mehreren Jahren, die toten Bereiche der Korallen wieder neu zu besiedeln. Die Forschenden sind sich sicher, dass es keine neuen Polypen sind, sondern dass es alte sind, die die Wärme durch eine geschickte Strategie überlebt haben. Sie sind nämlich stark zusammengeschrumpft und dann später wieder neu gewachsen. Die Forschenden sagen, dass ihnen das Hoffnung macht. Viele Korallenriffe sind durch die Erwärmung des Wassers bedroht, viele sind auch schon abgestorben.