Im Kosovo streunen viele heimatlose Hunde durch die Straßen - alleine in der Hauptstadt Pristina sind es geschätzt um die 4.000.

Die Tiere werden häufig misshandelt - vor kurzem erst ist ein Video viral gegangen, in dem ein Mann ganz ungeniert einen Streuner verprügelt. Der Bürgermeister von Pristina, Perparim Rama, hat gerade ein Programm gestartet, in dem Menschen eine Belohnung bekommen, wenn sie einen Straßenhund adoptieren. Pro Monat 50 Euro. Das ist immerhin fast ein Drittel des Mindestlohns. Außerdem sollen die Streuner in große Shelter gebracht und dort auch geimpft und sterilisiert werden.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, sind die Reaktionen darauf gemischt. Manche finden es richtig, dass sich Pristina um alle Bewohner der Stadt kümmert. Andere argumentieren, dass das Programm zu viel Geld kostet. Der Bürgermeister rechnet mit Ausgaben von zwei Millionen Euro pro Jahr - er sagt, damit könne man ernsthaft auf eine Lösung des Straßenhunde-Problems hoffen. Und irgendjemand müsse damit anfangen.