In den USA muss ein Mann ins Gefängnis, weil er ein Holzkreuz angezündet hat und damit nach Ku-Klux-Klan-Manier Menschen einschüchtern wollte.

Ein Gericht im Bundesstaat Mississippi hat ihn zu elf Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte zugegeben, dass er mit der Kreuz-Verbrennnung einem afroamerikanischen Jugendlichen und anderen schwarzen Bewohnern in dem Ort Seminary Angst einjagen wollte.

Der Ku-Klux-Klan war 1866 nach dem US-Bürgerkrieg gegründet worden. Seine Mitglieder kämpften in den Südstaaten mit Terroraktionen für eine Rassentrennung. 1915 wurde er zerschlagen, tauchte aber als Geheimorganisation wieder auf. Bei den nächtlichen Treffen wurden Feuerkreuze abgefackelt. Das sollte auch zur Einschüchterung von Schwarzen dienen.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte 2003 in einem Grundsatzurteil entschieden, dass das Verbrennen von Kreuzen unter bestimmten Bedingungen eine Straftat ist. Die Anklage muss nachweisen, dass dadurch andere Menschen eingeschüchtert werden sollen.