Landwirte in Deutschland klagen über niedrige Preise für Kälber.

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium auf Anfrage der Grünen mitteilte, ist der Preis für Kälber in den letzten Monaten stark eingebrochen. Im Oktober bekamen Bauern im Schnitt noch 8,49 Euro für ein Kuhkalb, das in der Milchwirtschaft nicht benötigt wird. Im Mai lag der Preis noch bei 25 Euro. Auch für Bullenkälber wird weniger gezahlt: unter 50 Euro statt über 100 noch im Mai. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung (kostenpflichtig) berichtet, begründet die Bundesregierung den Preiseinbruch damit, dass zu viele Kälber angeboten werden. Die Zahlen stammen von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft.

Die Landwirte kritisieren, dass einige Veterinärämter keine Transporte mehr in andere EU-Länder erlauben, wo die Tiere bis zur Schlachtung gemästet werden. Auch deshalb sei das Angebot größer als die Nachfrage.