Im Nordosten von Malaysia hat in einem der letzten verbliebenen indigenen Stämme ein mysteriöses Sterben begonnen.

Laut einem Bericht des Guardian sind allein im Mai 14 Bewohner in einem Dorf des Batek-Stammes gestorben, mehr als 50 wurden ins Krankenhaus gebracht. Und täglich werden neue Patienten aufgenommen. Immer mit denselben Beschwerden: Fieber und Atemnot.

Die Ursache dafür ist unklar - möglich ist eine Infektionskrankheit; Experten halten aber eher Umweltverschmutzung für den wahrscheinlichsten Grund. In der Nähe des Dorfes liegt eine Eisenerzmine, die laut einer Nichtregierungsorganisation seit Jahren die Umwelt mit Chemikalien vergiftet. Das belegen auch Wasserproben aus den Flüssen in der Gegend.

Die Behörden haben inzwischen das Gebiet rund um den 300-Einwohner-Stamm abgeriegelt, nehmen Proben aus der Umgebung und untersuchen die Leichen, insofern sie an die rankommen. In dem Stamm ist es üblich, dass Kranke ihre Familien verlassen und tief in den Dschungel gehen zum Sterben.