Die Medizin weiß mehr über Männer- als über Frauenkörper - deshalb werden zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen zu selten diagnostiziert und behandelt.
Helfen könnte da die Brustkrebsvorsorge, kombiniert mit künstlicher Intelligenz. Denn Mammografie-Aufnahmen liefern auch Hinweise auf Herzerkrankungen. Bei einer Mammografie werden Aufnahmen der Brust gemacht, um zu schauen, ob bestimmte Calciumablagerungen zu sehen sind - die wären ein Anzeichen für Brustkrebs. Und eine andere Art von Calciumablagerung kann auf Herzerkrankungen hindeuten - weil dann Brustarterien verkalkt sind.
Das haben schon mehrere Studien festgestellt. Aber jetzt berichtet ein Forschungsteam im European Heart Journal, dass es mit einem neuen KI-Modell erstmals genauer vorhersagen kann, wie hoch das Risiko für Herzerkrankungen ist. Die Infos könnten ohne zusätzlichen Aufwand aus den Mammografie-Aufnahmen gelesen werden.
