Zu viel Stress ist nicht gut für den Körper, das wissen wir längst.

Stress kann sogar dazu führen, dass Knochenbrüche langsamer heilen. Ein internationales Forschungsteam hat jetzt genauer herausgefunden, warum. Dabei spielen bestimmte Immunzellen eine Rolle. Unter Stress produzieren sie ein Enzym, das an der Bruchstelle eine chemische Reaktion in Gang setzt: Es entstehen Stresshormone, und die wiederum verhindern, dass Knorpelzellen in Knochenzellen umgebaut werden.

Wie sehr die Knochenheilung gehemmt wird, hängt wohl auch davon ab, wie sehr den Betroffenen die eigene Stressbelastung zu schaffen macht. Das zeigte eine kleine zusätzliche Studie, in der die Forschenden 20 Knochenbruch-Patientinnen und Patienten mit Fragebögen ein Jahr lang zu ihrem Stress-Empfinden befragten. Je mehr die Befragten unter Stress litten, desto mehr heilungs-bremsende Enzyme hatten sie im Körper. Die Forschenden sagen, in Zukunft sollte man die psychische Belastung der Betroffenen stärker beachten.