Europäische Langusten lassen nicht nur als Delikatesse von sich hören. Sie machen auch ordentlich Krach.

Im Meer kann man die Krebse sogar noch in bis zu drei Kilometern Entfernung hören. Sie erzeugen Lärm von bis zu 172 Dezibel. Das tut uns Menschen in den Ohren weh und ist deutlich lauter als ein startender Düsenjet. Das haben französische Forscher in der Bretagne mit Unterwasser-Mikrofonen gemessen.

Die Langusten erzeugen die lauten Geräusche, indem sie Körperteile aneinander reiben. An ihren langen Antennen haben Langusten rauhe Stellen. Mit denen ratschen sie an einer hervorstehenden Rippe unter ihren Augen lang. Möglicherweise kommunizieren die Krebse so miteinander oder sie versuchen dadurch Fressfeinde abzuwimmeln. Ihre Geräusche könnten einerseits helfen, unter Wasser Gebiete zu schützen, wo noch viele Langusten leben. Andererseits verrät der Lärm aber möglicherweise Fischern den Standort der Langusten. Die Studie dazu ist im Fachmagazin Scientific Reports erschienen.