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Habt ihr euch auch schon mal die Füße in einem Paar wahnsinnig moderner, aber leider total unbequemer Schuhe ruiniert?

Keine Sorge, ihr seid nicht die Ersten, denen das passiert. Schon im Mittelalter haben Menschen für stylische Schuhe einiges in Kauf genommen. Das zeigen Untersuchungen von Fußknochen, die Forschende in England vorgenommen haben.

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Ihnen war aufgefallen, dass bei Skeletten etwa ab der Mitte des 14. Jahrhunderts deutlich mehr Anzeichen für einen Hallux valgus zu sehen waren. Das ist eine Fehlstellung, bei der der große Zeh stärker nach außen zu den anderen zeigt. Falsches Schuhwerk kann diese Fehlstellung begünstigen.

Und das passierte offenbar im Mittelalter, denn im 14. Jahrhundert kam eine neue Schuhmode auf in England: Man trug flache Schuhe mit einer extrem langen Spitze - in manchen Fällen war sie so lang, dass man damit nur laufen konnte, wenn man sie am Schienbein festband. Die Forscher vermuten, dass diese engen Spitzen für Menschen mit einer Veranlagung für Hallux valgus keine gute Idee waren.

Die neuen Schuhe sorgten übrigens auch sonst für viel Ärger - und im Jahr 1463 beschränkte König Edward IV. die Länge der Schuhspitzen für alle Untertanen unter dem Rang eines Lords auf gut fünf Zentimeter.