Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache soll nach Medienberichten öffentliche Aufträge für Wahlkampfhilfe versprochen haben.

Spiegel und Süddeutsche Zeitung berichten über ein Video, das vor der Nationalratswahl 2017 aufgenommen worden sein soll. Es zeige FPÖ-Chef Strache und den heutigen Fraktionsvorsitzenden Johann Gudenus bei einem Treffen mit einer angeblichen russischen Oligarchin. Die drei haben demnach unter anderem darüber gesprochen, dass die Frau Anteile an der einflussreichen Kronen Zeitung kaufen könnte, um die FPÖ im Wahlkampf zu unterstützen. Dafür stellte Strache öffentliche Aufträge im Straßenbau in Aussicht. Das Treffen war laut den Berichten als Falle für Strache organisiert worden.

Die Zeitungen schreiben, dass Strache und Gudenus zugegeben haben, sich mit der Frau getroffen zu haben - allerdings sei das "rein privat und in "feuchtfröhlicher Urlaubsatmosphäre" gewesen.

Die Opposition in Österreich forderte Straches Rücktritt und Neuwahlen. SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner sagte, es sei Zeit, dem Spuk ein Ende zu machen. Von der ÖVP, die mit der FPÖ in einer Koalition regiert, gibt es noch keine Stellungnahme.