Der ein oder die andere kennt's bestimmt: Wir kommen an einen überquellenden Mülleimer - und statt einen neuen zu suchen, schmeißen wir unseren Müll auch noch auf den Berg.
Sowas ist schlecht fürs Abfallmanagement und für die Mülltrennung. Dass Leute sich so verhalten, wurde bisher vor allem begründet mit sozialen Normen. Also: Menschen machen nach, was andere machen.
Jetzt zeigt eine Studie von zwei Forschern der Uni Göteborg, dass auch Ekel das Verhalten beim Müllentsorgen beeinflusst. Die Forscher haben Experimente in Schweden, Finnland und Dänemark gemacht. Dort wurden manche Recycling-Stationen über mehrere Wochen besonders gereinigt und andere nicht. Die Forscher prüften, wie viel falsch entsorgt wurde. Und sie befragten Bewohner, wie sorgfältig sie ihren Abfall wegschmeißen und trennen - je nachdem, ob Müllbehälter sauber sind oder nicht.
Ergebnis: An sauberen Behältern gab es deutlich weniger Vermüllung. Und vor allem Leute mit viel Ekelgefühl sagten, dass sie bei dreckigeren Abfallbehältern weniger sorgfältig entsorgen.
Deshalb schlussfolgern die Forschenden: Gemeinden und Wohnungsunternehmen könnten viel gegen Vermüllung tun, wenn sie Abfallstationen konsequent sauber halten. Das würde auch die Lebensqualität von Anwohnern verbessern.
