• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google
Stellt euch vor, ihr seid im Zug unterwegs und schaut aus dem Fenster. Nebenan fährt ein zweiter Zug vorbei - aber fährt er wirklich? Welcher der beiden Züge ist in Bewegung? Und wie schafft es unser Gehirn, das zu unterscheiden?

Wie alles im Gehirn ist das ein komplizierter Prozess mit vielen Ebenen, auf denen reguliert und gefiltert wird. Eine internationale Forschungsgruppe hat jetzt aber Hinweise darauf gefunden, dass es einen bestimmten Typ von Nervenzellen gibt, die wie gemacht dafür sind, zwischen Eigenbewegung und der Bewegung anderer Objekte zu unterscheiden. Wie das Team in seinem Fachartikel schreibt, hat dieser neu entdeckte Mechanismus den Vorteil, dass er für jede Stelle des Gesichtsfeldes ausgeführt werden kann. Verglichen mit den komplexen Rechenprozessen, die im Gehirn stattfinden, bedeutet das einen Zeitvorteil.

Das Gehirn ist im Alltag ständig solchen Fragen ausgesetzt. Bei manchen neuronalen Störungen ist diese Fähigkeit allerdings beeinträchtigt.