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Mit jemandem zu diskutieren, der anderer Meinung ist, ist viel anstrengender, als mit jemandem, der die eigene Meinung teilt.

Das findet auch unser Gehirn. Ein Forschungsteam aus den USA und Großbritannien hat 38 Testpersonen gebeten, paarweise über kontroverse politische Themen zu diskutieren. Dabei stellte sich heraus: Waren die Probanden einer Meinung, dann waren auch ihre Hirnaktivitäten weitgehend synchron und entspannt. Aktiv waren vor allem Sinneszentren, die für die Wahrnehmung des Gegenübers wichtig sind.

Wenn die Testpersonen aber verschiedener Meinung waren, wurden ihre Gehirne aktiver. Sie schalteten Hirnregionen ein, die für höhere Denkprozesse wichtig sind, die Wahrnehmung des anderen war deutlich weniger wichtig. Dem Hirn der Testpersonen ging es also mehr darum, das Argument zu gewinnen, als in Harmonie mit dem Gegenüber zu sein.