Neurowissenschaften

Selektiv hören ist kein Kinderspiel

Auf einer Party mit lauter Musik und vielen Menschen, genau zu verstehen, was das Gegenüber sagt, ist gar nicht so einfach.

Tatsächlich lernen wir selektives Hören erst. Belgische Forschende haben an Kindern und Erwachsenen getestet, wie gut es ihnen gelingt, eine Stimme aus einem lauten Umfeld herauszufiltern. Dafür haben sie Kindern zwischen sechs und neun und Erwachsenen Aufnahmen eines Geschichtenerzählers vorgespielt. Gleichzeitig wurden die Gehirnaktivitäten überwacht. Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern war im Gehirn der auditive Cortex aktiv, wenn sie die Stimme herausfiltern wollten. Je lauter aber die Hintergrundgeräusche wurden, desto schwerer fiel es den Kindern, die Geräusche zu ignorieren - egal wie alt die Kinder waren.

Die Wissenschaftler sagen, dass selbst in der späten Kindheit selektives Zuhören noch nicht gut klappt. Wann genau wir das schaffen, soll in weiteren Tests herausgefunden werden.