Grundschulkinder in Österreich sollen in Zukunft kein Kopftuch mehr tragen dürfen.

Das hat das österreichische Parlament beschlossen - mit den Stimmen der Regierungskoalition aus konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ. Im Gesetzentwurf steht wörtlich, dass das "Tragen weltanschaulich oder religiös geprägter Bekleidung, mit der eine Verhüllung des Hauptes verbunden ist", verboten ist.

Die Regierung hat explizit gesagt, dass es ihr dabei um das islamische Kopftuch geht und nicht um die jüdische Kippa oder die Patka der Sikhs. Der bildungspolitische Sprecher der FPÖ sagte, mit dem Kopftuchverbot in Grundschulen solle ein Signal gegen den politischen Islam gesetzt werden.

Die Opposition hat fast geschlossen gegen das Kopftuchverbot gestimmt und der Regierung vorgeworfen, es gehe nur darum, Schlagzeilen zu machen und nicht um das Kindeswohl.