Nach großer Kritik verzichtet die österreichische Post in Zukunft darauf, Daten ihrer Kunden zur politischen Einstellung zu sammeln und zu verkaufen.

Der börsennotierte Konzern wird nach eigenen Angaben alle vorhandenen Informationen darüber löschen. Andere Angebote für gezielte Werbung soll es aber weiter geben. Das Geschäft mit Werbesendungen brachte der österreichischen Post zuletzt einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Euro.

Die Rechercheplattform Addendum hatte am Montag berichtet, dass die Post neben Datensätzen mit Namen, Adresse, Alter und Geschlecht auch Daten zur Parteiaffinität verkauft. Das betraf mehr als zwei Millionen Menschen. Die österreichische Datenschutzbehörde leitete ein Verfahren ein.

Auch die Deutsche Post war letztes Jahr in die Kritik geraten, weil sie Kundendaten zu Wahlkampfzwecken verkauft hatte. CDU und FDP nutzten den Service im Bundestagswahlkampf.