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Jeder und jede Dritte von uns hat sich schon Gedanken gemacht - und einen Organspende-Ausweis ausgefüllt.

Das hat eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergeben. Eine andere Untersuchung zeigt jetzt aber: Im Notfall haben wohl nur ganz wenige den Organspende-Ausweis auch dabei. Das berichten Forschende der Essener Uniklinik. Sie haben zwei Jahre lang darauf geachtet, ob Patientinnen und Patienten, die im Schockraum der Unfallchirurgie landeten, einen Ausweis dabei hatten - von insgesamt mehr als 2000 Personen traf das aber nur in 17 Fällen zu.

Organe dürfen nur entnommen werden, wenn potenzielle Spenderinnen und Spender auch einverstanden sind. Angehörige zu fragen, ist laut den Forschenden dagegen schwierig, weil die oft nicht Bescheid wüssten, ob jemand spenden möchte oder nicht.

Die Forschenden halten das Ausweis-System für unzureichend. Die Bundesregierung plant für 2022 ein Online-Register, in das man sich freiwillig eintragen kann.