Die Paketdienste Hermes und DPD haben angekündigt, die Preise für Pakete zu erhöhen - wohl auch, um die Zusteller besser zu bezahlen.

Der Chef von Hermes kündigte im Hamburger Abendblatt an, dass die Preise um durchschnittlich 4,5 Prozent steigen sollen. Der Paketdienst hatte schon im Frühjahr die Preise erhöht. Insgesamt sollen Pakete durch diese Schritte um insgesamt 50 Cent pro Stück teurer werden. Auch DPD will mit Jahreswechsel die Preise erhöhen - nach dpa-Informationen sollen Pakete bei diesem Dienst sechs Prozent mehr kosten.

Der Hermes-Chef begründet die Preiserhöhung unter anderem damit, dass der Mindestlohn steigt. Außerdem findet das Unternehmen nach seiner Aussage kaum noch Leute. Dagegen sollen bessere Löhne helfen.

Die Paketdienste in Deutschland liefern sich einen Wettbewerb, der als ruinös gilt. Immer wieder wird berichtet, dass Großkunden wie große Online-Portale nur um die zwei Euro für ein Paket zahlen.

Auch der Chef der Deutschen Post, Frank Appel, geht davon aus, dass Brief- und Paketporto bei der Post weiter steigen. Der Welt sagte er, dass Erhöhungen aber nicht mehr zu Weihnachten kommen. Eigentlich wollte die Post das Porto für den Standardbrief zum Jahreswechsel anheben - von 70 auf 80 Cent. Die Bundesnetzagentur hat das Genehmigungsverfahren aber auf Eis gelegt, weil die Post nicht alle notwendigen Daten eingereicht hatte.