Schwalbensittich-Männchen in Tasmanien haben ein Probem: Ihnen gehen die Weibchen aus.

Schuld ist der Kurzkopfgleitbeutler, ein eichhörnchengroßes Raubtier das im 19. Jahrhundert in Tasmanien eingeführt wurde. Es tötet die weiblichen Schwalbensittiche, während sie ihre Eier ausbrüten. Mittlerweile gibt es deshalb drei Mal mehr männliche Schwalbensittiche als weibliche.

Forscher der Australian National University haben herausgefunden, dass die Männchen aus Verzweiflung deshalb anfangen Dreiecksbeziehungen zu führen.

Das ist untypisch, weil Schwalbensittiche meist monogam leben.

Die Forscher sagen, dass diese Dreiecksbeziehungen aber niemandem etwas bringen. Die Weibchen seien genervt und überfordert mit zwei Männchen. Und die Männchen würden untereinander viel mehr kämpfen, um ein Weibchen zu beeindrucken. Mehr Nachwuchs gebe es dadurch auch nicht. Im Gegenteil: Die Population gehe weiter zurück.

Am Beispiel der Schwalbensittiche zeigen die Forscher, wie eingeführte Raubtiere das Geschlechterverhältnis von einigen Arten stören können und damit auch das gesamte Paarungsverhalten verändern.