Ludwig van Beethoven war fast taub, als er seine berühmte 9. Sinfonie komponiert hat.

Er nahm Tropfen aus Mandelöl oder Meerrettich gegen seine Hörprobleme - und bei der Kommunikation half er sich mit Hörrohren und Konversationsheften. Auch wenn der genaue Grund seiner Hörprobleme nicht bekannt ist - mit der heutigen Medizin hätte man Beethoven vielleicht helfen können, sagen Medizinerinnen und Mediziner. Der Patient Beethoven ist gerade das Thema einer Fachtagung in Bonn. Da wird zum Beispiel diskutiert, ob dem Komponisten ein Cochlea-Implantat geholfen hätte.

Der Freiburger Musikermediziner Bernhard Richter sagt, dass Beethoven auch andere Gesundheitsprobleme als die Hörprobleme hatte, zum Beispiel Bauchschmerzen. Deswegen habe er teils wochenlang im Bett gelegen - und das habe ihn viel mehr beim Komponieren eingeschränkt als die Schwerhörigkeit.