In Indonesien setzen die Behörden jetzt auf Geister, um die Hygiene- und Abstandsregeln wegen Corona durchzusetzen.

Mehrere weiß verhüllte und mit Gespenster-Masken ausgestattete Beschäftigte haben laut Medienberichten auf einem Markt in der Millionenstadt Tangerang über Maskenpflicht und Abstandsregeln aufgeklärt. Die in Indonesien als Pocong bekannten Geister sollen für die Opfer von Covid-19 stehen. Pocong sind der Legende nach Leichname, deren Körper bis auf das Gesicht in weißen Stoff gehüllt sind. Es soll sich um Tote handeln, deren Seele noch keine Ruhe gefunden hat.

Das besonders schwer von der Pandemie betroffene Indonesien macht schon länger mit kuriosen Abschreckungs- und Strafaktionen Schlagzeilen. So mussten Menschen, die ohne Maske erwischt wurden, unter anderem in einem Holzsarg probeliegen. Auch der Glaube an übernatürliche Kräfte wird immer wieder genutzt, um die Menschen auf Linie zu bringen: So mussten Regelbrecher in verlassenen Häusern ausharren, von denen es hieß, dass es dort spuke.