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Das Forschungsschiff "Polarstern" begibt sich in den nächsten Monaten in die Hände des gar nicht mehr so ewigen Eises.

Heute Abend startet die "Polarstern" von Tromsø in Norwegen aus in Richtung Arktis. In etwa zwei Wochen soll der Eisbrecher an einer riesigen Eisscholle andocken und dann mit dem Packeis durch die zentrale Arktis treiben. Sie ist sonst im Winter nicht per Schiff zu erreichen. Vorbild ist eine ähnliche Expedition des norwegischen Polarforschers Fritjof Nansen vor fast 130 Jahren.

Jakob Vogel, Deutschlandfunk Nova Nachrichten
"Die Leute auf der Polarstern werden wochenlang die Sonne nicht sehen."

Das Eis sollte mindestens 1,20 Meter dick sein, denn für die Versorgung des Forschungsteams müssen darauf Flugzeuge landen. Auf der Scholle werden Forschungsstationen aufgebaut, um Wasser, Eis und Atmosphäre zu analysieren. Ziel ist es, den Klimawandel besser zu verstehen, denn die Arktis gilt als Frühwarnsystem für Veränderungen des Erdklimas. Weil sich die Region stärker erwärmt als der Rest des Planeten, treibt sie auch bei uns die Entstehung von Extremwettern an.

Die Expedition "Mosaic" soll fast ein Jahr dauern. 150 Tage davon ist es durchgehend dunkel. Über 70 wissenschaftliche Institute aus fast 20 Ländern sind mit hunderten Forschenden beteiligt. Die Mission kostet rund 140 Millionen Euro. Deutschland trägt die Hälfte davon.