Forschende von der Uni Tübingen und vom Senckenbergmuseum in Frankfurt haben einen Kranich gefunden, der so groß war wie ein Mensch: 1,75 Meter. Laut dem Wissenschaftsteam hatte er eine Spannweiten von bis zu 2,80 Meter.
Der im Allgäu gefundene Schädel sei das bisher älteste Fossil eines großen Kranichs in Europa. Einer der Wissenschaftler sagt, dass der Schnabel des Vogels auf ein Leben an offenem Süßwasser hindeute. Im Allgäu hätte es damals überwiegend solche Lebensräume gegeben. Die Forschenden schreiben, dass der fossile Schädel von der Größe dem der größten heutigen Kraniche enspricht. Insgesamt habe das Fossil Ähnlichkeiten mit dem Schädel des heutigen, sehr langschnäbeligen Sibirischen Kranichs.
Seine Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der Kraniche könne man aber aufgrund der unvollständigen Erhaltung nicht genau bestimmen. Es könnte aber sein, dass die neu entdeckte Art am Beginn der Evolution der Familie der Echten Kraniche stand.
