Russland braucht für seinen Krieg gegen die Ukraine dringend mehr Soldaten - und will Rekruten jetzt auch mit Sonderregeln locken: zum Beispiel bei Verkehrsdelikten.

Laut einem Bericht der russischen Zeitung "Kommersant" wird gerade ein Extra-Gesetz vorbereitet. Es soll dafür sorgen, dass Soldaten, die zum Beispiel betrunken oder auf der Gegenspur gefahren sind, ihren Führerschein nicht abgeben müssen, solange sie im Ukraine-Einsatz sind. Vorgesehen ist eine neue Führerscheinprüfung nach Ablauf des Ukraine-Dienstes - aber wer im Einsatz verletzt wurde, muss diese Prüfung nicht machen.

Russland hat vor mehr als zwei Jahren seinen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Seitdem hat die Regierung unter Wladimir Putin schon einiges versucht, um mehr Soldaten zu gewinnen. Häftlingen, auch Schwerverbrechern, wurde zum Beispiel im Gegenzug eine Begnadigung versprochen.