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Das Römische Reich ist berühmt für seine Baukunst wie dem Aquädukt oder dem Amphietheater - wie passt das zu schiefen Würfeln?

Schon die Menschen damals nutzten die kleinen Teile gerne, um sich die Zeit zu vertreiben. Statt Plastik oder Holz bestanden die Würfel im Römischen Reich aus Ton, Metall oder Knochen. Es gibt aber einen spannenderen Unterschied: In den archäologischen Stätten Europas fanden sich sehr oft Würfel mit asymmetrischen Seiten - statt sechs quadratischen. Zwei US-Wissenschaftler haben versucht, den Grund dafür zu finden.

Eine These: Die schiefen Würfel wurden extra so hergestellt, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass eine bestimmte Seite nach oben zeigt - also um zu betrügen. Die beiden Forscher halten das aber nicht für wahrscheinlich, weil 80-90 Prozent der römischen Würfel sichtbar asymmetrisch sind und damit deutlich häufiger als bei Würfeln späterer Epochen.

Auch ein Experiment mit Studierenden und reproduzierten römischen Würfeln scheint das zu bestätigen: Die hatten laut den Wissenschaftlern keinen Grund zu schummeln, und trotzdem platzierten fast alle die 1 und die 6 auf den größeren Seiten. Die Teilnehmenden gaben an, dass es schlicht praktischer sei, auf der großen Seite zu beginnen und auf der gegenüberliegenden Seite zu enden.

Die beiden US-Forscher halten es außerdem für wahrscheinlich, dass der Polytheismus im antiken Rom dazu beigetragen hat, dass die Menschen weniger an Wahrscheinlichkeiten als an das Schicksal glaubten, das in der Hand der Götter liege.