Wer hat das Sagen? Wo ist meine Position? Wer gehört zu mir?

Wenn soziale Beziehungen unklar sind, kann uns das stressen - und Schimpansen auch. Das hat ein internationales Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie aus Leipzig herausgefunden.

Die Forschenden haben Schimpansen-Männchen in der Elfenbeinkünste untersucht. Dabei fanden sie heraus: In Zeiten, in denen die Tiere viel um Paarungsmöglichkeiten konkurrierten und das Hierarchiegefüge nicht klar war, hatten sie mehr Cortisol im Urin. Das ist ein Stresshormon.

Was die Forschenden aber überrascht hat: In diesen unsicheren Zeiten haben sich die Schimpansen-Männchen weniger aggressiv verhalten. Das deutet daraufhin, dass Schimpansen trotz Stress versuchen, Eskalationen zu vermeiden, um den Gruppenzusammenhalt zu fördern.