Wer Katzen hat, hat das vielleicht selbst schon festgestellt: Jeder Stubentiger hört sich ein bisschen anders an.

Forschende haben unter anderem das Schnurren und Miauen von 27 Katzen aus Privathaushalten und Berliner Tierheimen aufgenommen. Sie wollten wissen, wie individuell die Laute sind und ob man die Tiere anhand ihres Miauens und Schnurrens gut auseinanderhalten kann. Also fütterten sie eine KI mit den Tonaufnahmen. Die Studie im Fachmagazin Scientific Reports zeigt: Das Schnurren konnte die KI in 85 Prozent der Fälle der richtigen Katze zuordnen, beim Miauen fiel es ihr schwerer.

Vor allem am Schnurren zu erkennen

Die Forschenden vermuten, dass das daran liegt, dass das Miauen einer Katze eine größere Bandbreite hat als das Schnurren. So klingt das Miauen nicht nur von Katze zu Katze unterschiedlich, sondern auch je nachdem, was die Katze ausdrücken möchte: Sie miaut zum Beispiel anders, wenn sie sich beschwert, als wenn sie um Futter bettelt. Für die KI ist das wohl schwerer zu erkennen.

Dass Katzen individuell unterschiedlich klingen, könnte anatomisch bedingt sein - also zum Beispiel, weil der Kehlkopf von Tier zu Tier unterschiedlich groß ist, ähnlich wie bei uns Menschen.