Sicherheitssoftware als Unsicherheitsfaktor - so stuft die US-Regierung Produkte der russischen Softwarefirma Kaspersky ein.

Sie hat Bundesbehörden jetzt verboten, Programme des Unternehmens zu benutzen. Das Heimatschutzministerium hat eine Frist von 90 Tagen gesetzt, um Software von Kaspersky aus dem Verkehr zu ziehen.

Die US-Regierung begründet das damit, dass sie sich wegen Verbindungen zwischen Firmenvertretern und russischen Geheimdiensten Sorgen macht. Es bestehe das Risiko, dass die russische Regierung den Zugang über Kaspersky-Produkte ausnutzt, um in die IT von US-Behörden einzudrigen. Das Unternehmen reagierte empört und sprach von politisch motivierten Vorwürfen, die auf Lügen basieren.

In den USA hat die große Elektronik-Kette Best Buy Kaspersky-Produkte inzwischen aus dem Angebot genommen.

Kaspersky ist spezialisiert auf Sicherheits- und Anti-Viren-Programme. Das russische Unternehmen ist weltweit aktiv. Auch in Deutschland werden Kaspersky-Produkte oft genutzt.