Schmutzige Luft ist nicht nur schlecht für unsere Gesundheit, sie kann auch dafür sorgen, dass weniger Solarstrom produziert wird.
Das zumindest geht aus einer Studie hervor, die Forschende aus der Schweiz jetzt veröffentlicht haben. Sie haben darin abgeschätzt, wie stark Photovoltaikanlagen in China durch Smog beeinflusst werden.
Die Forschenden haben sich Daten von knapp 120 Mess-Stationen im ganzen Land angeschaut, die bis ins Jahr 1960 zurück gingen. Ihren Auswertungen zufolge wird gut ein Zehntel des Sonnenlichts durch den Smog abgefangen, vor allem über den Ballungsräumen. Damit seien China alleine im Jahr 2016 rund 14 Milliarden Kilowattstunden Strom entgangen - das würde theoretisch ausreichen, um den Stromverbrauch von Berlin für ein ganzes Jahr zu decken.
China ist mittlerweile das Land mit der größten Photovoltaik-Leistung. 2030 will es ein Zehntel seines Strombedarfs mit Sonnenenergie decken. Wenn es bis dahin gelingen würde, die Luftverschmutzung zu verringern, könnte laut den Forschenden die Ausbeute von chinesischen Solaranlagen um etwa 12 Prozent steigen.
