Wer sich Fett absaugen lässt, muss das bisher selbst bezahlen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vorgeschlagen, dass die Krankenkassen die Kosten dafür bei bestimmten Krankheiten in Zukunft übernehmen sollen. Für diesen Vorstoß bekommt er jetzt viel Kritik.

Hintergrund ist, dass der CDU-Politiker seinem Ministerium erlauben möchte, per Verordnung über solche Kassenleistungen zu entscheiden. Im Moment liegt so ein Beschluss beim Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte-, Krankenkassen- und Klinikvertreter. Das Gremium warnte vor einem "Systembruch" und "Staatsmedizin". Unions-Fraktionsvize Georg Nüßlein von der CSU sagte, kosmetische Eingriffe dürften nicht zu Lasten der Solidargemeinschaft gehen.

Spahn hatte der FAZ gesagt, bis zu drei Millionen Frauen mit krankhaften Fettverteilungs-Störungen litten darunter, dass die Krankenkassen ihre Therapien nicht bezahlten. Ihnen will er nach eigenen Angaben schnell und unbürokratisch helfen.