Jemanden in der Familien zu haben, der schon mal im Gefängnis saß: Das ist in den USA eher die Regel, als die große Ausnahme.

Laut einer neuen Studie der Cornell Universität und der Lobbyvereinigung FWD.us hat fast jeder zweite erwachsene US-Bürger ein Familienmitglied, das schon mal hinter Gittern gesessen hat. Die Studie zeigt außerdem, dass Schwarze und Menschen mit geringem Einkommen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, dass eines ihrer Familienmitglieder schon mal inhaftiert war.

Mit 655 Gefängnisinsassen pro 100.000 Einwohner haben die USA die höchste Inhaftierungsrate aller westlichen Länder. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt gesagt, dass er einen gemeinsam Entwurf von Republikanern und Demokraten unterstützen will, der das Strafrecht reformiert. Strafen, etwa für Drogendelikte, sollen dann nicht mehr so hoch sein - so sollen weniger Menschen im Gefängnis landen.