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Eine Tierschützorganisation kritisiert, dass Elefanten weiter für Touri-Touren in Südostasien ausgenutzt werden.

Die Behörden dort hatten eigentlich schon vor gut zwei Jahren zugesagt, dass sie das verbieten wollen. Die Tierschutzorganisation "Animals Asia" sagt, dass Elefantenknochen nicht darauf ausgelegt sind, schwere Lasten zu tragen. Es gebe genügend wissenschaftliche Beweise, die das belegen. Die Ausbeutung von Elefanten für touristische Zwecke verkürze ihre Lebenserwartung deutlich.

In vielen Ländern der Region - zum Beispiel in der Provinz Dak Lak - werden Elefanten Metallsitze für Touris auf den Rücken geschnallt. So werden die Tiere dann durch den Dschungel geführt.

Erheblicher Stress für Elefanten

Tierschutzorganisationen beklagen schon lange, dass die Elefanten dabei erheblichem körperlichen und emotionalen Stress ausgesetzt sind. Meist bekommen sie keine angemessene Ernährung und sind angekettet, wenn sie nicht zur Arbeit gezwungen werden. Außerdem werden wilde Elefantenkälber oft ihren Müttern gestohlen, um sie später für den Tourismus auszunutzen. Bevor sie für die Touren eingesetzt werden können, müssen die Tiere zudem "gebrochen" werden - was bedeutet, sie brutal zur Unterwerfung zu zwingen.

Laut der Organisation "Animals Asia" gibt es auch nachhaltigere Modelle des Elefantentourismus in der Region, so etwa im Yok-Don-Nationalpark in der gleichen Provinz. Hier können Besucherinnen und Besucher die Elefanten in ihrem natürlichen Lebensraum sehen - reiten dürfen sie sie nicht.